Am 21.04.2015 war ich mal wieder in meiner Heimatstadt Hachenburg im Westerwald unterwegs. Da der Himmel klar war, schrie das Teleskop mitgenommen zu werden und ein paar Aufnahmen der Sonne und Jupiter zu machen. Das Ergebnis gibt es nun hier zu lesen und zu sehen.
15:30 bis 17:00: Sonne
Nachdem ich das Teleskop aufgebaut und grob nach Norden ausgerichtet habe, schloss ich die EOS an den Okularauszug an, um ein paar Sonnenbilder zu erstellen. Verwendet habe ich dieses mal einen Fokaladapter und verzichtete auf ein Okular. Mit der Schärfe bin ich nicht zufrieden. Durch die Sonneneinstrahlung konnte ich nicht die Schärfe an der Kamera beurteilen. Den Laptop hatte ich gerade nicht zur Hand denn der Akku war leer. Dennoch konnte man sehr deutlich die Sonnenflecken erkennen.
Allgemeine Daten
Objektname: Sonne
Datum: 21.04.2015
Uhrzeit: 15:30 – 17:00 Uhr
Koordinaten Standort: 50° 39′ N, 7° 49′ O
(ungefähre Angabe, Hachenburg)
Koordinaten Objekt:
15:30 Uhr
Azimut: 222° 55′46′, Höhe: 43° 20′39“
Rektaszension: 1h55m10s, Deklination: 11° 47′ 33” (J2000.0)
Rektaszension: 1h55m59s, Deklination: 11° 52′ 00” (J2015.2)
17:00 Uhr
Azimut: 246° 43′39“, Höhe: 32° 00′19“
Rektaszension: 1h55m25s, Deklination: 11° 48′ 13” (J2000.0)
Rektaszension: 1h56m13s, Deklination: 11° 54′ 16” (J2015.2)
Teleskopdaten
Öffnung: 150 mm
Brennweite: 750 mm
Okular: nicht verwendet
Barlow-Linse: nicht verwendet
Filter: ja, ND5
Kameradaten:
Kamera: Canon EOS 600D
Objektiv: nicht verwendet
Filter: nicht verwendet
Himmelsqualität
Bewölkung: wolkenlos, allerdings diesig
Lufttemperatur: 20 °C
Luftfeuchtigkeit: ca. 60 % rel.
Seeing: mittelmäßig
Bortle: Tagbeobachtung
Bericht
Die Sonnenfleckenanzahl hat sich, ausgehend von der letzten Beobachtung am 28.02.2015 erhöht. Durch das Teleskop konnten mehr als 5 Sonnenfleckbereiche beobachtet werden. Sehr dominant waren 2327, 2325 und 2324. Der Fleck AR 2325 konnte sogar mit bloßem Auge mit Blick durch das Sonnnenfilter beobachtet werden. Die Beobachtung deckte sich auch mit einem aktuellen Vergleichsbild der SOHO-Sonde vom 21.04.2015. Durch das mittelmäßige Seeing und durch die Diesigkeit des Himmels wurde die Schärfe erheblich beeinträchtigt. Dennoch können die Umbraen und die Penumbraen besonders an Fleck AR 2325 und AR 2327 erkannt werden. Alle Bilder sind ohne Okular und mit Fokaladapter erstellt und wurden leicht nachgeschärft.


Bild: NASA/ESA SDO/AIA/HMI/EVE
22:00 Uhr bis 0:15 Uhr Jupiter
Bei den Bildern von Jupiter habe ich erst später beim stacken gemerkt, dass bei den Videoaufnahmen die ISO auf 400 eingestellt war und diese nicht auf 100 korrigiert habe, was mich hinterher extrem geärgert hat. Dementsprechend rauschte das Video total. Das Seeing war mittelmäßig und durch den diesigen Himmel waren die Aufnahmen nicht entsprechend scharf.
Allgemeine Daten
Objektname: Jupiter
Datum: 21.04.2015
Uhrzeit: 22:00 – 00:15 Uhr
Koordinaten Standort: 50° 39′ N, 7° 49′ O
(ungefähre Angabe, Hachenburg)
Koordinaten Objekt:
22:00 Uhr
Azimut: 214° 51′03“, Höhe: 52° 19′13“
Rektaszension: 9h01m32s, Deklination: 17° 54′ 39” (J2000.0)
Rektaszension: 9h02m24s, Deklination: 17° 51′ 00” (J2015.2)
22.04.2015 00:15 Uhr
Azimut: 253° 22′19“, Höhe: 35° 17′09“
Rektaszension: 9h01m33s, Deklination: 17° 54′ 34” (J2000.0)
Rektaszension: 9h02m25s, Deklination: 17° 50′ 56” (J2015.2)
Teleskopdaten
Öffnung: 150 mm
Brennweite: 750 mm
Okular: 5 mm
Barlow-Linse: 2,5 fach
Filter: nicht verwendet
Kameradaten:
Kamera: Canon EOS 600D
Objektiv: nicht verwendet
Filter: nicht verwendet
Himmelsqualität
Bewölkung: wolkenlos, allerdings diesig
Lufttemperatur: 15 °C
Luftfeuchtigkeit: ca. 60 % rel.
Seeing: mittelmäßig
Bortle: 3
Trotz des diesigen Himmels, was wie ein unsichtbarer Schleier wirke, konnte man trotz Seeing, die Wolkenstrukturen des Jupiters erkennen. Auch die Monde Ganymed, Europa und Kallisto konnten sehr deutlich beobachtet werden. Fotografisch festgehalten wurde der Jupiter durch Videoaufnahmen. Da wie bereits erwähnt war leider die ISO ziemlich hoch eingestellt, dementsprechend stark rauschte das Video. Diverse Entrauschversuche scheiterten. Dennoch könnten die Wolkenstrukturen sehr deutlich und der Rote Fleck zumindest im Ansatz erkannt werden. Das Ergebnis möchte ich Euch dennoch nicht vorenthalten.

